| | | Die ersten Versuche, den Gipfel zu erobern, sind dem Deutschen Explorator Paul Güssfeldt zugeschrieben, der den Weg für künftige Besteigungen erschlossen hat. Güssfeldt erreichte eine Höhe von 6560 m, musste aber den Aufstieg wegen eines heftigen Sturm abbrechen.  Matthias Zurbriggen 14 Jahre später leitet der Engländer Edward Fitz Gerald eine kontinental-europäische Expedition von 9 Männern, mit dem Schweizer Matthias Zurbriggen als Hauptbergführer. Am 14. Januar 1897 hat Zurbriggen Gipfelerfolg (6962 m ü. d. M.) und schreibt damit eine der schönsten Geschichten des Andinismus. Zu der Zeit gab es keine Berghütten, keine Karten und keine genaue Angaben über Anstiegerouten, sondern nur die ungeheuere Grösse des Berges, die Kälte, die Stürme und die Höhenkrankheit.  Paul Güssfeldt
| | Am 23. Dezember bricht die Expedition auf, die nach ewigem Hin und Her und mehreren Auf- und Abstiegen von Erfolg gekrönt wird. Nach vielen Versuchen und einer angeblichen Ausruhepause unternehmen Zurbriggen und Gerald den Versuch, den ersten aller Gipfel zu erreichen. In Höhe von 6.700 m ü. d. M.musste aber Fitz Gerald aufgeben und da ist nur Matthias Zurbriggen weiter aufgestiegen, der im Alleingang das vor wenigen Tagen angefangene Unternehmen zu Ende bringt. Die andere Teilnehmer an der Expedition sind inzwischen nach Puente del Inca zurückgegangen, um sich für einen neuen Versuch vorzubereiten. Nur drei von ihnen sind dann am 13. Februar wieder zum Aconcagua aufgebrochen. Gerald war dabei, aber er musste nochmal aufgeben. Lanti und Vines, die an der ursprünglichen Expedition teilgenommen hatten, sind weitergestiegen und haben am gleichen Tag den Gipfel zum zweiten Mal in der Geschichte des Berges erreicht. Ursprung des Namen “Aconcagua” Der Ursprung und die Bedeutung des Namen Aconcagua ist umstritten, was mit den meisten indianischen Ortsnamen der Fall ist. Eine Theorie, die generelle Zustimmung findet, behauptet Aconcagua heisse Wächter aus Stein und rühre aus den Quechuawörtern Akon und Kahuak her. In der Aymarasprache gibt es jedoch zwei Vokabeln, Kon und Kawa, die bzw. schneite und Berg bedeuten. Der Sinn der Ableitung in der Aymarasprache wäre dann schneebedeckter Berg. Andere mögliche Bedeutungen wären einer der befürchteten Gipfel oder er kommt von der anderen Seite. Trotz mangelnder Beweise hat sich Wächter aus Stein als generell anerkannte Ethymologie behauptet. Meinungsverschiedenheiten über die fast 7000 m Die verschiedenen Vermessungen, die am Berg vorgenommen worden sind, sind zum Gegenstand heftiger Kontroversen geworden. 1898 hat die chilenische Grenzenkommission dem Berg 6960 m ü. d. M. zugesprochen. Die entsprechende argentinische Kommission hat später die Vermessung auf 7.130 m ü. d. M. erhöht, die höchste Vermessung jemals. 1957 hat die Aeronautikkarte OACI dem Berg 6959 m ü. d. M zugestanden, eine Höhe die von den IGMA-Karten seit 1962 übernommen wird. Die zumindest in Argentinien am meisten gebrauchte Vermessung wurde 1989 von einem Satelliten vorgenommen, der dem Berg 6962 m. ü. d. M. zugeschrieben hat, mit einer Fehlergrenze von ± 5 m. Geologie Der Riese Amerikas erweist eine Höhe von 6962 m. ü. d. M., die zu seiner Vulkanstruktur zurückzuführen ist. Er wird wegen seines Nettoinhalts als Paläovulkan betrachtet. Beim Aconcagua handelt es sich um eine Vulkanstruktur, die von ihrer Speisung- oder magmatischen Kammer abgetrennt ist. Seine ungeheuere Höhe ist nur so zu erklären. Nach Datierungen der sich am Gipfel befindlichen Vulkänchen, war dieser Vulkan mindestens bis vor 9,5 Millionen Jahren aktiv.
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