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Aconcagua ParkLagerpläze
 
  Die Lagerplätze sind die für die Niederlassung der Parkbesucher bestimmte Gebiete. Generell dienen sie zum Schutz vor Wind und Lawinen. Da findet man trinkbares Wasser und/oder Schneegruben zur Wassergewinnung. Ausserdem beherbergen sie Försterkontrollen und ärtztliche Dienste.

Man kann 3 Arten von Lagern unterscheiden:
Basislager: die normalerweise zur Akklimatisierung und Vorbereitung auf Gipfeleinstieg dienen.
Annährungslager: für Zwischenausruhepausen gebraucht, besonders auf dem Anmarsch zwischen der Route und dem Basislager.
Hohenlager: auf dem Berg gelegen, zwischen den Basislagern und dem Gipfel.

BASISLAGER
Plaza Francia

4100 m.ü. d. M. bildet Plaza Francia der Startpunkt zur Besteigung der Südwand. Da kann man ohne Schwierigkeiten Lager in der Nähe von Bächern aufschlagen, die über die Ausläufer herunterfliessen. Plaza Francia hat keine Vegetation, aber die Winde stellen normalerweise kein Problem dar. Man muss trotzdem darauf aufpassen, dass die Zelten so aufgestellt sind, dass man die steilen Felsabhänge der nahen Ausläufer vermeiden kann. Es wäre ganz gefährlich, diese Abhänge zu unterschätzen.
Die Entfernung von Puente del Inca bis Plaza Francia beträgt ungefähr 26 Kilometer und es gibt ungefähr 1.400 m Höhenunterschied. Es gibt einen vom Bergsteiger- und Lasttiertransit gutgezeichneten Weg. Es ist schon möglich, Confluencia am selben Tag zu erreichen (nach einem Anmarsch von 7 bis 13 Stunden).
Um eine bessere Anpassung und Akklimatisierung zu erlangen, kann man an den Wänden der grossen Gipfel in der Nachbarschaft das Klettern üben und sich mit den Felsen der Umgebung vertraut machen.
Auf diesem Lager gibt es keine Försterstation. Kontrolle wird regelmässig gemäss Besucherzufluss unternommen. Es gibt auch keine Schutzhütten.
Um Plaza Francia zu erreichen, braucht man, den Fluss nicht zu überqueren, was auf dem Wege nach Plaza de Mulas nötig ist (siehe Karte). Man erreicht den Lagerplatz zu Fuss, indem man den linken Fusssteig der Bergschlucht folgt.

Anmarschdauer: Puente del Inca – Confluencia (3 bis 6 Stunden)
Confluencia – Plaza Francia (3 bis 5 Stunden)

Plaza da Mulas
Der Basislager (4.260 m ü d. M.) des Normalweges und seiner Varianten heisst Plaza de Mulas. Man kann auf Plaza de Mulas zwei Zeltlagerplätze unterscheiden:
Niedrige Plaza de Mulas: ausschliesslich von Arméetruppen benützt. Der Lagerplatz wird gut gezeichnet und hat trinkbares Wasser und einen Landeplatz für zwei Hubschrauber.
Neue Plaza de Mulas: auf der nächsten Moräne, nördlich gelegen.
Wenn man von Plaza de Mulas spricht, denkt man an den zweiten Lager. Dieser Lager wird vom Wasser umgeben, sowie von grossen Felsen, die zum Schutz des Zeltlagers dienen. Plaza de Mulas ist der am meisten besuchten Lager im Park und der am beliebtesten unter den Bergsteigern.
Man kann Plaza de Mulas einfach auf einem vom ständigen Bergsteiger- und Viehtransit gutgezeichneten Pfad erreichen. Die Entfernung ab Puente del Inca (2.700 m.ü. d. M.) beträgt ca. 36 kilometer und es gibt etwa 1.500 m. Höhenunterschied. Es ist ratsam, den Anmarsch auf zwei Tage aufzuteilen, mit Confluencia als Zwischenlager.
Plaza de Mulas stellt einen idealen Platz zur Akklimatisation dar. Man kann in einem Tag (höchstens in zwei Tagen) alle die über 5000 m hohe Berge in der Nachbarshaft besteigen. Plaza de Mulas liegt in der Nähe des Horcones Superior Gletscher, der mit seinen grossen Gendarmen und Eistürmen eine herrliche Umgebung zum Besuch und Klettern anbietet.
Anmarschdauer: Puente del Inca - Confluencia (3 bis 6 Stunden)
Confluencia - Plaza de Mulas (7 bis 10 Stunden)
Zugangsrouten: Normaler Weg – Südwestliche Schneide – Westliche Seite - Polengletscher.

Plaza Argentina
4.100 m ü d. M. hoch stellt Plaza Argentina einen sehr guten Zeltlagerplatz dar, wovon man den Polengletscher besteigen kann. Plaza Argentina hat keine Infrastruktur und ist auf Parzellen aufgeteilt, die unter den Dienstleistungsbetrieben verteilt sind. Plaza de Mulas verfügt über ein gutes Arztdienst und eine permanente Försterstation.
Plaza de Mulas besteht aus einer den Winden ausgesetzten Ebene, die aber viel trinkbares Wasser hat. Der Annährungsweg ab Punta de Vacas ist ungefähr 60 kilometer lang und hat etwa über 2.000 m Höhenunterschied. Es ist ratsam, den Anmarsch auf drei Tage aufzuteilen. Man muss bedenken, dass die Besteigung des Polengletschers Minderjährigen unter 21 Jahren untersagt ist.
Anmarschdauer: Punta de Vacas – Schutzhütte Leñas (3 bis 6 Stunden)
Schutzhütte Leñas – Schutzhütte Casa de Piedra (5 bis 8 Stunden)
Schutzhütte Casa de Piedra – Plaza Argentina (5 bis 8 Stunden)
Zugangsrouten ab Plaza Argentina: Polengletscher - Ostgletscher.

Plaza Guanacos
In Höhe von 3650 m. ü. d. M. ist Plaza Guanacos der am neulichsten errichtete Lager. Er wurde 1995 wegen der immer grösseren Nachfrage auf alternative Anstiegerouten erschaffen. Plaza Guanacos ist ca. 70 Kilometer von Punta de Vacas entfernt (Anmarschdauer: 9 Stunden ab Casa de Piedra) und liegt tief im Río Vacas Tal.
Plaza Guanacos verfügt über trinkbares Wasser, bietet aber keine andere Dienstleistungen an. Es gibt noch keine Dienstleistungen, keine Försterstation und auch kein ärztliches Dienst auf dem Lager. Kontrolle wird regelmässig von der Förtserkompanie unternommen, die sich eventuell in Pampa de Leñas befindet.
Der Lager sowie die Routen, die ab dem Lager führen, werden selten besucht. Wegen seiner entfernten Lage müssen die Expeditionen und die Diesntleistungsleute, die sich im Lager aufhalten wollen, eine Reihe von Vorschriften beachten (für weitere Informationen siehe …).

ANNÄHRUNGSLAGER
Da es sich zur Akklimatisation und zur Vermeidung der Höhenkrankheit eine langsame Annährung des Gipfels empfiehlt, ist es ratsam diese Lager als Zwischenlager auf dem Wege zu den Basislagern zu benützen. Die Annährungslager bieten generell gute Zeltbedingungen an.

In der Horconesschlucht:
Horcones (2.850 m. ü. d. M.) Dieser Lager wird nur von Besuchern benützt, die es vorziehen, den Anmarsch zum Gipfel nicht am gleichen Tag nach Abfarht von Mendoza zu starten und die in Zelten anstatt in Hotels in Puenta del Inca oder Penitentes übernachten wollen. Man gebraucht den Lager in der Regel, um die Ausrüstung und das Gepäck für die Expedition vorzubereiten. Der Lager wird nicht oft benützt, da man darauf zelten muss, wo die Hotels und Schutzhütten nur wenige Minuten entfernt sind.
Confluencia (3.200 m. ü. d. M.). Um sich nach dem langen Anmarsch zu erholen und auf die Besteigung des Aconcaguas vorzubereiten, ist es ratsam, auf dem Wege nach Plaza de Mulas in Confluencia zu übernachten. Confluencia verfügt über trinkbares Wasser, einen Zeltplatz und eine Försterstation. Confluencia ist wegen ihrer Lage und der auf dem Lager angebotenen Dienstleistungen der am meistbesuchten Lager in der Horconesschlucht.
Confluencia bedeutet Zusammenfluss. In Confluencia fliessen der Obere Horcones und der Untere Horcones zusammen. Ab Horcones ist Confluencia nach einem Anmarsch von ungefähr 4 Stunden zu erreichen.
Ibañez-lager (3.400 m. ü. d. M.) Er befindet sich zwischen Confluencia und Plaza de Mulas. Da der Anmarsch von Confluencia nach Plaza de Mulas sehr lang ist, ziehen es manche Besucher vor, einen Zwischenlager auf Ibañez-Lager zu errichten. Es gibt auf dem Lager überhaupt keine Dienstleistungen; er verfügt aber über trinkbares Wasser und bequeme Zeltlagerplätze.

In der Río Vacas-Schlucht:
Punta de Vacas (2.600 m. ü. d. M.) Startpunkt des Anmarsches nach Plaza Argentina. Auf der Nazionalroute 7 gelegen, ist Plaza de Vacas 16 Kilometer von Puente del Inca entfernt. Er wird selten als erster Lager benützt, da Pampa de Leñas ganz in der Nähe liegt. Hier wird die Zugangsgenehmigung von Förstern kontrolliert.
Pampa de Leñas (3.100 m. ü. d. M.) Um Pampa de Leñas zu erreichen, muss man nördlich dem Río de Vacas entlang durch die Schlucht ersteigen. Es gibt trinkbares Wasser auf Pampa de Leñas und der Fussweg ist gutgezeichnet. Auf der rechten Ufer des Flusses, 15 Kilometer entfernt, befindet sich die Schutzhütte (3 bis 6 Stunden Anmarsch). Dieser Lager besitzt eine Försterstation.
Casa de Piedra (3.800 m. ü. d. M.). Auf der linken Ufer des Río de Vacas befindet sich eine kleine Schutzhütte, 32 Kilometer von Pampa de Leñas entfernt, der Mündung der Quebrada de los Relinchos gegenüber.
Wegen Verwitterung und Schneestürme ist diese Hütte nicht einfach zu finden, da sie von der umgebenden Landschaft nicht abzukennen und manchmal vom Schnee ganz verdeckt ist. In der Umgebung gibt es Wasser (5 bis 8 Stunden)

Hochlager
Die Hochlager werden auf dem Weg zum Gipfel benützt. Normalerweise verfügen sie über vor Winden geschützte Plätze, mit Bächern oder Schneegruben zur Wassergewinnung.

Auf der normalen Route
Es gibt mehrere Anstiegerouten. Die Wahl der Lager und die Dauer des Aufenthaltes hängen von Wetterbedingungen, von psychischer und körperlicher Verfassung der Expeditionsteilnehmer und vom persönlichen Geschmack ab.
Der erste Lager schlägt man normalerweise auf Plaza Canadá (4930 m. ü d. M.), Cambio de Pendiente (5200 m. ü. d. M.) oder Nido de Cóndores (5350 m. ü. d. M. ) auf.
Der zweite Lager errichtet man normalerweise aufs Gebiet, das Berlin benannt wird, wo sich drei kleine Schutzhütten befinden: Plantamura, Libertad und Berlín (5770 m.ü. d. M.), oder auf Piedras Blancas (6050 m. ü. d. M.), Piedras Negras (6250 m. ü. d. M.), und seltener auf Independencia (6500 m.ü. d. M.). Die Wahl des zweiten Lagers hängt generell davon ab, wo man den ersten Lager aufgeschlagen hat.
Man muss ja bedenken, dass es wegen des grossen Zuflusses von Besuchern und des schlechten Zustandes der Einrichtungen manchmal nicht möglich ist, eine Schutzhütte zu bekommen. Ausserdem verfügen einige dieser Lager nur über wenige Zeltplätze, weswegen es sich empfiehlt, vor der Besteigung Rat bei Förstern zu suchen.

Auf dem Polengletscher
Auf dieser Route gibt es grundsätzlich zwei Wege, die man folgen kann: entweder über Plaza Argentina oder über Plaza de Mulas. Wenn auch die zweite Route kürzer ist und über bessere Dienstleistungen verfügt, ist die erste Route schöner und nicht so begangen.
Wenn man den Weg folgt, der aus Plaza Argentina wegführt, dann empfiehlt es sich, einen ersten Lager auf 5000 m. ü. d. M. zu errichten, auf dem ersten Felsenausläufer, und einen zweiten Lager auf 5600 m. ü. d. M., zwischen den grossen Felsen, die sich ganz zum Rechten (orographischen Linken) der unteren Meile des Gletschers befinden.
Wenn man anstatt dessen ab Plaza de Mulas losmarschiert, dann errichtet man den ersten Lager auf Nido de Cóndores. Dann setzt man den Anmarsch östlich auf der Route nach Campo Berlin fort, bis man auf den zweiten obengennanten Lager kommt.

Auf der Ostschneide
Ab Plaza Argentina östlich weitersteigend erreicht man die Basis des Ostgletschers auf 4900 m. ü. d. M., wo man Lager 1 errichten kann. Je nach Training und Vorbereitung kann man dann den Anmarsch fortsetzen und den Gipfel in einem oder zwei Tagen erreichen. Wenn es sich als notwendig erwies, kann man auf dem Wege ein oder zwei Bivaks aufschlagen. Wie auf der Südwand kann man die Lager nicht im voraus planen.

Auf der Südwand
Wegen der technischen Anforderungen, die diese Route anstellt, gibt es auf der Route keine gewöhnliche Lager. Man übernachtet normalerweise auf Plätzen, die ihrer Lage wegen vor Lawinen oder Abstürzen geschützt sind.


Download detailded map. >>> Mapa.pdf (2,260kb)


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