| | | - 1986 trug ein Bergsteiger aus Chile einen abklappbaren Tisch bis zum Gipfel, um am Gifpel (auf dem Tisch montiert) zu beweisen, dass er am höchsten aufgestiegen worden war.
- Im Januar 1926 stirbt im Aconcagua Juan Stepanek, der österreichischer Abstammung war und sich in Argentinien niedergelassen hatte. Der Körper Stepaneks wurde damals nicht eingeholt. Er war schon mumifiziert, als ihn im Jahre 1934 zum ersten Mal von der italienischen Expedition von Renato Chabot erblickt wurde. 1936 wird Stepanek von Jorge Link beim Abstieg von seinem ersten Gipfel wiederentdeckt. Link erzählte später: Im Mondlicht gebadet hatte die Landschaft einen überirdischen Charakter. Plötzlich erblickt er in der Mitte der schneebedeckten Ebene einen sitzenden Mann, mit dem Kopf auf den Händen gestüzt. Ist das wirklich, fragt sich Link, oder handelt es sich um eine von der Erschöpfung hervorgerufene Halluzination. Er ruft zur geheimnisvollen Gestalt aus, Fels oder Mensch, aber sie bewegte sich nicht. Er nährt sich der Gestalt an und stellt fest, es handelt sich um einen Mensch. Er berührt ihn unter der Windjacke. Sein Körper besitzt die Härte des Marmors. Der Körper Stepaneks verblieb 20 Jahre in der grossen Geröllhalde und wurde erst im Jahre 1946 von einer vom Erstleutnant Valentín J. Ugarte geleiteten Expedition heruntergetragen. Beim Abstieg finden sie in einer der Schuhen Stepaneks einen Zeitungsausschnitt vom 19 Januar 1926, auf dem das Wort fatalidad (= Verhängnis) als Vorherverkündigung des ihm auf dem Wege zum Gipfel befallenen Unfalls noch deutlich zu lesen war.
- Eine Gruppe von Blinden aus Spanien erreichen 1996 den Nordgipfel.
- Am 7. Januar 1947 marschieren die Deutschen Cop, Herold und Schade vom Hochlager für den Angriff auf den Gipfel los. Schade wird auf 6.800 m. ü. d. M. den Versuch aufgeben müssen. Um 17: 00 Uhr erreichen die andere den Grat, der zum Südgipfel führt. Auf dem Wege dahin finden sie hinter den Felsen, zusammengekauert, ein Guanakoskelett. Seitdem wird der Grat als Filo del Guanaco bekannt. - Eine Gruppe englischer Alpinisten legen ein Projekt vor, einen abklappbaren Turm bis zum Gipfel hinaufzutragen, der es den Andinisten, die es wünschen, ermöglicht, die Höhe von 7000 m ü. d. M. durch eine Steige zu erreichen. Das Projekt hat auch eine Gebühr für wohltätige Zwecke vorausgesehen. Die Idee ging aber nie in Erfüllung.
| | - Anfang der Sommersaison 1971 erreichen César Pérez Tudela, aus Spanien, und Walter Bonatti, aus Italien, als Seilschaftkameraden auf getrennten Wegen den Gipfel. Tudela erzählt später: "Füng Tage war ich auf dem Berge verloren; ich bin über die östliche Seite des Berges heruntergestiegen, habe Hunger, Durst und Halluzinationen auf dem Rückweg erlitten, was zur Nekrose an Händen und Füssen geführt hat. Ich hatte die Effekte des Klimas und der Puna (= Höhenkrankheit) unterschätzt. Ich bin auf dem Schnee wiederholt hingefallen und bin wie im Nachtwandeln gegen Felsen und Eis hingestossen. Ich war nicht in Mendoza, sondern in Spanien, und habe eine Rettungsexpedition im Berg geleitet; ich habe mit meinen imaginären Freunden geredet, die mich Mut gemacht haben; die Hubschrauber habe ich in meinen Träumen gehört und all dies hat mir geholfen, nicht allein zu fühlen". In Spanien angekommen, erfährt Tudela von einem Bericht über seine Alleinebesteigung, das sein italienischer Bergkamerad, Walter Bonatti, verbreitet hatte und das ihm sehr ungünstig war. Darauf entschliesst er sich, nach Mendoza zurückzukehren. Im Februar 1972 besteigt er, sein Gesicht noch von der früheren Besteigung verletzt, ohne Begleitung, den Aconcagua. Als Beweis seiner Alleinebesteigung stiehlt er das Gipfelbuch und trägt es mit sich nach Spanien zurück. Er wollte damit beweisen, das er am Gipfel gewesen war. Er hat alles etwa später auf einem Brief erklärt, das unter dem Titel Ich entschuldige mich vor den Bergsteigern in einem spanischen Wochenblatt veröffentlicht wurde. Er hat das Buch später auf diplomatischem Weg zurückgeschickt.
- 1982 erreicht der vierzigjährige Engländer Norman Croucher, der behindert war, mit orthopädischen Beinen eine Höhe von 5.300 m auf der Nordroute.
- Der vierzehnjährige Richard Garret wird 1984 zum jüngsten Bergsteiger in der Geschichte des Berges.
- In der 1985/86 Saison kommt der spanische Alpinist Fernando Garrido nach Mendoza mit der Absicht, den Rekord für Aufenthalt auf dem Gipfel zu schlagen. Obwohl er grosse Hindernisse überwinden musste, wie Sauersttoffmangel, Sturmwinde, die 200 Kilometer pro Stunde erreicht haben, und Temperaturen unter – 60° Celsius, ist es dem spanischen Bergsteigern gelungen, 66 Tage auf dem höchsten Gipfel Amerikas zu verweilen. Er hat damit einen Weltüberlebensrekord gebrochen.
- 1994 trägt ein deutsches Ehepaar ihre zweijährige Tochter, Joana Rotk, im Rücksack bis Plaza de Mulas. Sie werden später durch Gerichtsentscheid evakuiert.
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